Rund ums HausEffektiv vor Einbruch schützen: 12 wertvolle Tipps & Tricks

13. September 2019

Alle dreieinhalb Minuten wird in Deutschland eine Wohnung oder ein Haus aufgebrochen und das ohne wirklich große Herausforderung. Damit Ihnen das nicht passieren kann und Ihr Haus Einbruchssicher ist, haben wir 12 Tipps zusammengestellt, die auch ohne viel Geld und Investitionen umgesetzt werden können.

1. Verhaltensregeln die gegen Einbrüche schützen

Vor allen technischen Hilfsmitteln ist das richtige Verhalten am wichtigsten. Das heißt also, beim Verlassen des Hauses sollten immer alle Fenster zugeschlossen und die Haustür abgeschlossen werden. Gekippte Fenster und lediglich zugezogene Haustüren machen es den Einbrechern um so einfacher. Außerdem weigern sich viele Versicherer für einen Schaden aufzukommen, wenn ein Fenster bei einem Einbruch nachweislich gekippt war. Laut Versicherungen handelt man so „grob fahrlässig“.

Des weiteren sollte man achtsam mit den Haustürschlüsseln umgehen. Nach einem Verlust, sollte das Haustürschloss sofort gewechselt werden und ein Ersatzschlüssel sollte auch nie im Freien versteckt werden. Zuletzt sollte man immer darauf achten, dass man Leiter, Gartenmöbel und Mülltonnen nicht draußen stehen lässt, sonder immer sicher verschließt. So wird den Einbrechern der Weg zu den oberen Geschossen erschwert.

2. Einsatz von Licht

Licht war schon immer einer der effektivsten Hilfsmittel gegen Einbrüche, da sich Einbrecher lieber im dunkeln aufhalten, um unerkannt zu bleiben. Deshalb sollte man sein Grundstück gut ausleuchten – gerade an Tür- und Fensterbereichen. Bewegungsmelder sind eine gute Hilfe, um dabei noch die Energiekosten im Griff zu behalten. Man sollte sich nämlich nicht nur auf Straßenlaternen verlassen, da sie nicht darauf ausgelegt sind Privatgrundstücke auszuleuchten. Gerade bei sehr großen Grundstücken schaffen Laternen das sowieso nicht. Außerdem sollte auch der Innenraum gut ausgeleuchtet sein.

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3. Bewohnten Eindruck erwecken um Einbrecher abzuschrecken

Nichts schreckt Einbrecher mehr ab, als zu befürchten, dass sie bei ihrem Einbruch die Bewohner oder den aggressiven Haushund antreffen. Deshalb sollten man immer den Eindruck erwecken, dass sich Personen im Haus befinden. Wie schafft man das? Die effektivste Variante ist schon immer das Licht gewesen. Mithilfe einer Zeitschaltuhr oder Bewegungsmeldern kann man das Licht drinnen oder draußen automatisch an bzw. ausschalten lassen. Zudem kann man sich elektronische Hilfsgeräte kaufen, um bspw. das Flimmern eines Fernsehers zu simulieren oder – falls man keinen Hund besitzt – ein künstliches Hundegebell zu erzeugen. Zuletzt sollte man im Urlaub unbedingt einen überfüllten Briefkasten vermeiden. Dazu einfach Nachbarn, Bekannte oder Verwandte fragen, ob sie regelmäßig den Briefkasten leeren können. All diese Maßnahmen vermitteln potenziellen Einbrechern, dass sich vermutlich Leben im Haus abspielt, wodurch ein Einbruch höchstwahrscheinlich vermieden wird.

4. Auf eine gute Nachbarschaft hoffen

Dieser Tipp ist wohl einer der wirksamsten unter allen. Eine gesunde Hausgemeinschaft und eine aufmerksame Nachbarschaft können so einige Einbrüche vermeiden. Werden die Beziehungen immer aufrecht gehalten und gepflegt, können die Nachbarn unter anderem in dem eigenem Haus nach dem Rechten sehen, während man selber im Urlaub entspannt. Außerdem können diese fremde Personen auf ihrem Grundstück vertreiben und unverzüglich die Polizei verständigen, falls sich schon verdächtige Szenarien in ihrem Haus abspielen. Mehrere Augen die wachen, vermindern das Risiko eines Einbruchs. Jedoch sollten die Nachbarn nie versuchen die Einbrecher festzuhalten, dies ist schlichtweg zu gefährlich. Um vorab Unsicherheit zu vermitteln, kann man sich bei der Polizei ein „Vorsicht wachsamer Nachbar“-Aufkleber besorgen.

5. Fernsehsimulator zur Täuschung benutzen

Eine weitere gute Möglichkeit sind Fernsehsimulatoren. Diese simulieren – täuschend echt – das TV-Licht eines eingeschalteten Fernsehers. Einbrecher nehmen so an, dass sich Personen in dem Haus befinden und meiden so einen Einbruchsversuch. Am Besten eignet sich die Täuschung beim Einbruch der Dunkelheit. Jedoch kann man Fernsehsimulatoren auch zu induviduellen Zeiten anschalten und so Einbrecher verjagen bzw. täuschen.

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6. Soziale Netzwerke vorsichtig verwenden

Diesen Punkt übersieht man in der heutigen Zeit leider immer wieder. Social Media verrät sehr viel über einen – so kann es den Einbrechern auch verraten, ob man daheim ist oder nicht, in dem über soziale Netzwerke der Standort geteilt wird oder man auf Instagram, Facebook und co. nette Urlaubsfotos postet. Deshalb sollten Urlaubsfotos nie direkt nach dem Enstehen geteilt werden, sondern lieber erst nach dem Urlaub. Kann man dem Drang jedoch nicht widerstehen, sollten man wenigstens ein kleinen Danke-Text an die „Haushüter“, die währenddessen auf alles aufpassen, verfassen. Auch wenn das nicht stimmt, schreckt dieser kleine Text potenzielle Einbrecher ab.

Wichtig: Statt nur zu behaupten, jemand würde auf das Haus aufpassen, sollte man in solchen Situationen wirklich jemand engagieren, der ein wachsames Auge auf alles hat. So vermeidet man unter anderem auch die schon angesprochenen überfüllten Briefkästen.

7. Alarmanlagen um Einbrecher zu verängstigen

Alarmanlagen verhindern zwar keinen Einbruch, sie erhöhen aber das Risiko für den Einbrecher entdeckt zu werden. Gleichzeitig mindert es das Risiko dem Einbrecher beim Nachhause kommen in die Arme zu laufen, denn geht die Alarmanlage los, fliehen die meisten Einbrecher so schnell es geht. Das wiederum mindert das Risiko verletzt oder schlimmer noch entführt zu werden.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Alarmanlagen. Die Fallenüberwachung und die Außenhautüberwachung. Ersteres arbeitet mit Bewegungsmeldern, die bei festgelegten Kriterien aktiviert werden und letzteres mit eingebauten Kontakten an Türen und Fenstern, welche bei Aufbruch aktiviert werden. Man sollte sich mit einem Fachbetrieb auseinandersetzen, um zu klären, welche Art von Alarmanlage bei seinem Zuhause in Frage kommt oder ob sogar eine Kombination aus beiden am sichersten wäre.

8. Überwachungskameras

Zusammen mit Alarmanlagen, ist dieser Tipp wohl einer der begehrtesten. Echte Kameras sind oft ein Grund, weswegen Einbrecher den Versuch abbrechen oder erst gar nicht starten. Sie wollen unerkannt bleiben, nur leider lassen Überwachungskameras das oft nicht zu. Auch mit Skimaske konnte man Täter in vielen Fällen dank Kameras enttarnen.

Mit intelligenten Outdoor-Kameras wie der Google Nest Cam Outdoor oder der Bosch Eyes Außenkamera können Außenbereiche entspannt vom Smartphone im Blick gehalten werden – auch in weiter Entfernung. Nähern sich fremde Personen dem Eingangsbereich, wird man direkt durch eine Warnung auf das Smartphone kontaktiert und kann die Polizei einschalten oder potenzielle Einbrecher selber per Sprachbefehl vertreiben.

Wichtig: Experten von der Polizei raten davon ab, Kamera-Attrappen im Außenbereich zu installieren. Statt abzuschrecken, signalisieren Sie den Tätern eher: „Hier ist etwas zu holen.“

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9. Smart Technologie für die perfekte Illusion

Durch die Smart-Home Technologie öffnen sich neue Türen im Thema Schutz vor Einbrechern. Mit ihrer Installation Zuhause und auf dem Handy, hat man viele Möglichkeiten Einbrecher zu verunsichern bzw. zu verjagen. Einerseits kann man durch ein- und ausschalten der Lichter oder hoch- und runterfahren der Jalousien, per Handy, den Anschein vermitteln, dass sich Personen im Haus befinden (auch wenn sie es nicht sind) und andererseits kann man bei versuchten bzw. tatsächlichen Einbrüchen rund um die Uhr auf das unmittelbare Videomaterial Ihres Zuhauses zugreifen und so direkt die Polizei verständigen – auch im Urlaub.

Bei einigen Apps, kann man vorab einen Urlaubsmodus konfigurieren und alle Einstellungen speichern. Bei Aktivierung, schaltet sich bspw. das Licht jeden Tag automatisch zur eingestellten Uhrzeit ein und aus, auch die Jalousien werden zur bestimmten Zeit hoch- bzw. runtergefahren. Zudem lassen sich Einstellungen übernehmen, mit denen alle Komponenten der Smart Technologie automatisch jeden Tag unterschiedlich an und aus geschalten werden. So kommt wirkt die Illusion, dass sich Personen im Haus befinden, noch realistischer, da bspw. kein Mensch das Licht jeden Tag zur gleichen Zeit an und aus schaltet.

10. Tresore zum Schutz der wertvollsten Gegenstände

Tresore schützen ein Haus zwar nicht vor einem Einbruch, jedoch sichern die dicken Stahltüren die Wertgegenstände der Bewohner. Vorauf es ankommt ist, dass der Tresor zertifiziert ist und fachmännisch montiert wird. Es ist nicht ratsam irgendein Tresor zu kaufen. Vor einem Kauf sollten sich Käufer gut von Fachleuten beraten lassen, da jeder Tresor unterschiedliche Widerstandsklassen, Materialien und Schlösser besitzt. Allerdings nützt auch der beste Tresor nichts, wenn man diesen nicht benutzt. Deswegen immer alles wegschließen!

11. Security-Sticker

Diese Methode ist fragwürdig. Verwendet man solche Sticker um auf echte Überwachungskameras hinzuweisen und zusätzliche Abschreckung zu verbreiten ist das auf jeden Fall hilfreich. Jedoch verwenden viele Security-Sticker, da sie nicht über die Mittel verfügen, sich eine richtige Alarmanlage zu kaufen. So wollen sie den Anschein vermitteln, ausreichend geschützt zu sein. Der Nachteil ist aber: Man ist in Wirklichkeit gar nicht geschützt. Findet der Einbrecher den Betrug raus, bekommt er erst recht den Eindruck, dass in diesem Haus viel zu holen ist. Der Vorteil ist jedoch, dass man sich das Geld für teure technische Hilfsmittel spart. Doch nur auf einen Sticker kann und sollte man sich nicht verlassen.

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12. Wachhunde für ein sicheres Zuhause

Ein Wachhund ist wahrscheinlich der älteste und beste Einbruchsschutz der Welt. Bellende große Hunderassen wie Schäferhunde oder Rottweiler sind ohnehin schon abschreckend genug, wenn sie aber noch spezifisch trainiert werden, können sie der beste Schutz sein, den man haben kann. Jedoch bedeutet die Züchtung und das Training mit geeigneten Hundeschulen einen ziemlichen Aufwand, den nicht alle auf sich nehmen möchten und zeitlich auch gar nicht können. Außerdem sind sie keine 100-prozentige Garantie – sie sind nicht rund um die Uhr wach und vor allem nicht immer im Haus. Trotzdem ist diese Methode für jeden Hundebesitzer eine gute Lösung um für ordentlich Abschreckung zu sorgen.

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