GartenReinigung & PflegeGartenteich richtig reinigen – Die besten 8 Tipps

27. August 2019

Ein Gartenteich braucht im ganzen Jahr eine angemessene Pflege um immer schön und sauber auszusehen. Den Gartenteich regelmäßig zu reinigen ist deswegen von großer Bedeutung. Im folgenden haben wir dafür 8 wertvolle Tipps und Tricks zusammengetragen.

Richtiger Einbau erleichtert die Teichreinigung

Wenn man schon direkt beim Einbau einige Punkte beachtet, fällt die spätere Pflege und Reinigung im Endeffekt viel leichter aus. Zu aller erst, sollte der Teich immer teilweise beschattet sein. Im Sommer wird das Wasser dann nicht zu stark erwärmt – das verhindert übermäßige Algenbildung. Außerdem sollte man den Teich nicht zu klein und flach einplanen. Worauf es ankommt, ist das ökologische Gleichgewicht – je größer, desto stabiler.

Als Faustregel gilt:

  • 10-15 Quadratmeter groß
  • 80-100 Zentimeter tief
  • Wassermenge: 5.000 Liter

Ein weiterer Punkt ist die Lage des Gartenteiches, denn schlecht angelegt spült der Regen Gartenerde hinein. Das kann man jedoch verhindern, in dem man den Teich ein paar Zentimeter aus dem Boden herausragen lässt und den Rand dann mit Steinen kaschiert. Zudem soll man den Gartenteich nicht am tiefsten Punkt des Gartens angelegen. Letztlich sollte man Pflanzen nur mit wenig nährstoffarmer Teicherde verwenden. In dem man Pflanzen in Körbe oder Taschen setzt gelingt das ganz gut. Die Flachwasserzone mit Sumpfpflanzen sollte nicht zu klein geplant werden, denn sie fungiert für den Teich wie eine natürliche Kläranlage. Alle anschließenden Teichpflege- und Teichreinigungsmaßnahmen sollten daraufhin mit weniger arbeit verbunden sein.

Gartenteich reinigen: Teichnetz zum Schutz vor Herbstlaub

Fällt im Herbst das Laub von den Bäumen kann das sehr gefährlich für ihren Gartenteich sein. Die Blätter fallen auf das Wasser und sinken dann langsam zu Boden. Auf dem Grund verwandelt sich das Herbstlaub in Faulschlamm und gibt Faulgase sowie Nährstoffe an das Wasser ab.

Was dagegen hilft, sind Teichnetze. Deckt man spätestens Anfang September die komplette Oberfläche des Teiches mit einem Teichnetz ab, verhindert man so den Laubeintrag. Um die Reinigung noch bequemer zu gestalten, stellt man in der Teichmitte ein Holzgestell auf und spannt das Netz darüber. So sammelt sich das Laub nicht in der Teichmitte, sondern rutsch zu dem Ufer hin. Von dort kann man das Laub viel leichter aufsammeln und entsorgen.

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Teich sauber halten: Pflanzen regelmäßig zurückschneiden

Dieser Tipp ist wohl einer der wichtigsten. Die grünen Teichbewohner entziehen dem Wasser kontinuierlich Stickstoff, Phosphat und andere Nährstoffe, die potenziell auch das Algenwachstum fördern. So kann man im Herbst z.b. die gelben Blätter der Seerosen abschneiden und entfernen, bevor diese zu Boden sinken. Die Bepflanzung der Sumpf- und Flachwasserzone sollte man im Herbst und Frühling kurz vor der Wasseroberfläche abschneiden. Die abgeschnittenen Reste können dann bis zum Frühling an einer geschützten Stelle im Garten aufbewahrt werden. Darin hausen dann nämlich verschiedene Insekten über dem Winter.

Außerdem sollte man Unterwasserpflanzen die ganze Saison über im Auge behalten. Breiten diese sich zu stark aus, sollten sie ausgedünnt werden. Des weiteren ist eine Reduzierung der oberflächennahen Pflanzenmasse vor dem Winter auch sinnvoll. Diese sterben in der Kälte sowieso ab, so reduziert man dann wenigstens die Ansammlung toter Pflanzen am Teichgrund.

Faulschlamm absaugen

Trotz all den Tipps lässt sich durch Staub, Pollen und Pflanzensamen die Faulschlammbildung nicht verhindern. In kleinen Mengen ist die Schicht zwar nicht problematisch, in größeren Mengen jedoch schon. Strömen die daraus entstehenden Faulgase von Zeit zu Zeit in Blasen an die Oberfläche, sollte man eine gründliche Teichreinigung durchführen. Den Schlamm bekommt man mit einem Teichschlammsauger weg, ganz ohne das Wasser abzulassen. Diese funktionieren wie ein Staubsauger – Der Schlamm am Grund das Teichs wird durch ein Rohr in einen Beutel im Sammelbehälter abgesetzt. Bei dem Vorgang wird natürlich auch Wasser abgesaugt. Dieses wird jedoch durch den Beutel gefiltert und über ein Schlauch wieder in den Teich zurück.

Einige Teichfachgeschäfte bieten den Teichschlammsauger auch zum ausleihen an, da man ihn in der Regel nicht oft benötigt. Den aufgesaugten Schlamm kann man entweder auf den Kompost gegeben oder als Dünger für Hecken oder Obstgehölze wiederverwenden.

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Folie und Kies reinigen

Mit dem Dampfstrahler und einem Schrubber werden Folie, Kies und Steine sorgfältig von Ablagerungen befreit. Besonders am Rand setzt sich der meiste Schlamm ab. Die dabei enstehende Brühe, kann man mit einem Teichschlammsauger entfernen.
Hierbei muss man jedoch beachten: Ein Gartenteich muss man immer von unten nach oben reinigen.

Wichtig: Bei der Pflege sollte die Folie auf Löcher und Risse untersucht werden. Diese kann man dann nach dem Fund mit Teichfolie und wasserfestem PVC-Kleber flicken. Warten sie danach 24-48 Stunden mit dem befüllen.

Teich reinigen: Filteranlagen regelmäßig reinigen

Eines der wichtigsten Punkte bei der Teichreinigung, ist es die Filteranlage zu reinigen – vor allem wenn man Fische im Gartenteich hält. Es gibt bei einigen Filtermodellen eine spezielle Anzeige, an der man ablesen kann, wann man sie reinigen soll. In der Regel enthält die Filterkammer mehrere Einsätze mit Filterschwämmen. Diese befreien das Teichwasser stufenweise von Schmutzpartikeln. Ein ganz wichtiger Teil des Filtersystems sind die Bakterien, die in den Filterschwämmen leben. Die Schwämme sollte man daher nur per Hand auswringen, nicht mit klarem Wasser ausspülen. Je nach Modell können die Schwebstoffe am Boden der Filterkammer über ein Ventil abgelassen werden.

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Gartenteich reinigen: Fadenalgen abwischen

Auch bei guter Wasserbiologie bilden sich im Sommer häufig Fadenalgen. Mit speziellen Kescher und Algenbürsten, kann man diese schnell und einfach abwischen und kompostieren. Diese Maßnahme der Teichreinigung sollte immer möglichst zeitnah nach der Bildung von Fadenalgen passieren.

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Den Teich absichern

Als Abschluss gehört natürlich noch ein allgemeiner Sicherheitscheck dazu. Es ist außerordentlich wichtig sich um einen umfassenden Schutz zu kümmern, da selbst kleine und flache Teiche für Kleinkinder schon zur Todesfalle werden können. Zur Absicherung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die einfachste, ist ein stabiler Drahtzaun rund um den Teich. Auch Baustahlgitter, die man direkt unter der Wasseroberfläche verankert, schützen vor Gefahren. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit eine dichte Uferbepflanzung aus Pflanzen zu setzten. Diese kann Kinder erfahrungsgemäß auch abhalten.

Grundsätzlich gilt: Trotz Absicherung, sollten Kinder nie alleine um einen Gartenteich spielen.

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